Grossratswahlen: JUSO kündigt antifaschistischen Widerstand an

29.03.2026

Grossratswahlen Kanton Bern: JUSO kündigt antifaschistischen Widerstand an

Die JUSO Kanton Bern ist zufrieden mit den eigenen Ergebnissen, zeigt sich jedoch angesichts des Zuwachses für die SVP und die EDU besorgt. Sie ruft dazu auf, Widerstand auch ausserhalb der Parlamente aufzubauen und verspricht, ihr Engagement für einen antifaschistischen Kanton Bern weiterzuführen.

Die JUSO Kanton Bern konnte mit ihrem radikal linken Programm, attraktiven Listen und starken Spitzenkandidaturen gute Ergebnisse bei den Grossratswahlen erzielen. So belegen in den Wahlkreisen Biel-Seeland und Mittelland-Nord JUSO-Spitzenkandidat*innen die ersten Ersatzplätze auf diversen SP-Listen. “Wir sind stolz auf unsere Kandidat*innen und unser Resultat. Der JUSO-Wahlkampf war geprägt von unseren Mitgliedern, die sich aktiv eingebracht haben und dies auch ausserhalb der Parlamente weiterhin tun werden.” meint Siri Ryser, Co-Präsidentin der JUSO Kanton Bern und Spitzenkandidatin im Wahlkreis Biel-Seeland.

Die JUSO Kanton Bern begrüsst, dass die SP-JUSO-Fraktion im Grossen Rat ihre Sitze nicht nur verteidigen, sondern ausbauen konnte und dass die Bürgerlichen im Regierungsrat keinen Sitzgewinn verzeichnen. Gleichzeitig ist es sehr besorgniserregend, wie stark die Rechtsaussenparteien SVP und EDU zulegen konnten. Dieses Ergebnisüberrascht jedoch nicht. Sowohl schweizweit als auch global befinden sich rechtsextreme und neofaschistoide Bewegungen und Organisationen im Aufwind. Die Forderung aus dem Wahlprogramm der JUSO Kanton Bern nach einem antifaschistischen Kanton Bern ist aktueller denn je. Die JUSO Kanton Bern hofft darauf, in den nächsten Jahren dezidiert linke Ideen in den Grossen Rat einbringen zu können und somit eine echte linke Perspektive aufzuzeigen. “Die Bürgerliche Mehrheit im Grossen Rat wird in den nächsten Jahren noch rücksichtsloser gegen die breite Bevölkerung politisieren. Es ist wichtiger denn je, eine linke Alternative aufzuzeigen und Widerstand von unten aufzubauen.”, sagt Charlotte Günther, Geschäftsleitungsmitglied der JUSO Kanton Bern und Spitzenkandidatin im Wahlkreis Mittelland-Nord.

Die JUSO Kanton Bern lässt sich vom Zuwachs für die bürgerlichen Parteien nicht entmutigen. Mayra Faccio, Co-Präsidentin der JUSO Kanton Bern und Spitzenkandidatin im Wahlkreis Mittelland-Süd, kommentiert: “Politik findet nicht nur alle vier Jahre bei Wahlen statt, sondern vor allem im Zeitraum dazwischen und ausserhalb der Parlamente.”